Für Content-Marketer ist es unglaublich frustrierend, wenn sie feststellen müssen, dass die Kampagne, an der sie so hart gearbeitet haben, nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Noch schlimmer ist es, wenn es sich um eine Kampagne für eine wichtige Veranstaltung handelt, wie z. B. die begehrte Anwenderkonferenz Ihres Unternehmens, und Ihr Team einen wichtigen KPI für qualifizierte Leads nicht erreicht hat.

In den meisten Fällen liegt das Problem darin, dass Ihr Marketingteam das Profil Ihres idealen Kunden (ICP) nicht gut kennt. Infolgedessen konnten die Content-Marketing-Bemühungen das Interesse Ihres Kundenkreises nicht wecken. Die einmalige Gelegenheit und der ganze Aufwand waren umsonst.

Wenn dieses Szenario Sie nachts wach hält, dann lesen Sie weiter… denn das muss nicht sein.

Der Grund für falsche Zielgruppenansprache: Sie wissen nicht, was Sie nicht wissen

Viele ICP-Identifizierungsübungen beginnen in einem Vakuum, in dem die Meinungen von Stakeholdern aus dem Vertrieb, dem Marketing und der Unternehmensleitung das Ergebnis bestimmen. Das Fehlen eines datengesteuerten Ansatzes führt in diesem Fall in der Regel zu Misserfolgen im Content Marketing.

Mit dem Aufkommen von Kundendatenplattformen (Customer Data Platforms, CDPs) und Tools wie Google Analytics gibt es eine Möglichkeit, das Rätselraten und die Streitereien zu vermeiden. Sie können endlich Informationen darüber vorlegen, welche Benutzertypen Ihre Website besuchen, Ihre mobile Anwendung nutzen und sich an Kampagnen beteiligen. Ihr Marketingteam ist gut gerüstet, um falsche Annahmen und anekdotische Beweise mit harten Fakten zu widerlegen. Selbst die Daten von einem viertel Jahr sind eine wichtige Hilfe, um herauszufinden, wer sich mit Ihrer Marke beschäftigt.

Identifizieren Sie Ihr ideales Kundenprofil (ICP)

Einfache eingebettete Tags auf Ihrer Website und in Ihrer mobilen Anwendung für Google Analytics oder die Kundendatenplattform Ihrer Wahl können Verhaltensdaten sowohl für anonyme als auch für bekannte Nutzer erfassen. Sie müssen dabei aber den Endnutzern die Möglichkeit geben, sich gegen dieses Tagging zu entscheiden. Aber für markentreue Kunden oder Interessenten ist es in der Regel in Ordnung, persönliche Daten weiterzugeben, weil sie Ihrer Marke vertrauen und eine Gegenleistung erwarten.

Diese 1st-Party-Kundendaten können nun mit Elementen wie einer UTM-Quelle (Urchin Tracking Module) für anonyme Nutzer oder einer Kennung wie E-Mail oder Telefonnummer für bekannte Nutzer verknüpft werden, wodurch Sie die Grundlage für die Entwicklung Ihres idealen Kundenprofils (IKP) erhalten.

Erstellen Sie Zielgruppenkohorten für Ihr IKP

Sowohl CDPs als auch Google Analytics bieten Ihnen die Möglichkeit, Zielgruppen zu erstellen: segmentierte Gruppen von Nutzern, die anhand von Kriterien, die Sie festlegen, zusammengefasst werden. Sie können zum Beispiel eine Gruppe von Personen erstellen, um zu zeigen, wie viele Nutzer von einer bestimmten UTM-Quelle auf Ihre Website gekommen sind. Dies kann Ihr KPI für ein bestimmtes Kampagnenengagement sein. Komplexere Audience-Kriterien können Nutzer identifizieren, die einer bestimmten Reise auf Ihrer Website folgen, eine in Echtzeit laufende Liste von Nutzern, die sich für eine Demo angemeldet haben, oder Anwender der letzten 30 Tage einer kostenlosen Testversion.

Sobald Sie diese Audiences eingerichtet haben, können Sie viel mit ihnen machen. Sie können diese Listen zum Beispiel an Facebook, LinkedIn oder Google Ads weiterleiten, um ähnliche Zielgruppen zu finden. Dies kann Ihre Zielgruppe schnell vergrößern und Ihnen helfen, eine effektive Marketingkampagne durchzuführen.

Content-Marketer, die Kampagnen-Landingpages oder E-Mail-Kommunikation entwerfen, müssen auch die Möglichkeit haben, solche Inhalte zu verfassen und in der Vorschau anzuzeigen, die auf die richtige Zielgruppe abgestimmt sind. An dieser Stelle kommt die Einspeisung dieser begehrten Zielgruppen in Ihr Enterprise CMS ins Spiel.

Erweitern Sie Ihr Enterprise Content Management System (CMS) mit Kundendaten

Ein Enterprise CMS, wie OpenText™ TeamSite™, kann Autoren in die Lage versetzen, personalisierte Content-Varianten auf der Basis von Zielgruppen zu erstellen. Stellen Sie sich eine dynamische Seite vor, die je nach UTM-Quelle, wie Facebook, Google Search und Instagram, 3 verschiedene Content-Varianten anbietet. Dies ist eine großartige Möglichkeit, anonymen Nutzern ein attraktiveres Erlebnis zu bieten.

Bei bekannten Anwendern können Sie sogar noch einen Schritt weiter gehen und Ihre Webseiten oder mobilen Anwendungen stark personalisieren. Für Nutzer, die sich für eine Demo angemeldet haben und nach ein paar Tagen wiederkommen, um sie zu nutzen, könnten Sie eine In-App-Promotion anbieten, die nur auf sie zugeschnitten ist. Sie könnten auch Werbe-E-Mails an Benutzer senden, die Artikel in ihrem Einkaufswagen haben, um sie zum letzten Schritt zu bewegen.

All diese Beispiele für die Personalisierung sind für versierte Content-Marketer, die gemeinsam mit ihren Entwicklern einen Code schreiben, der die Personalisierung zur Laufzeit ermöglicht, inzwischen gang und gäbe. Leider ist der bestehende Prozess archaisch und ineffizient. Nicht-technische Content-Marketers sehen ihre Projekte aufgrund von Support-Tickets ins Stocken geraten. Projekt Management-Workflow-Aufträge brauchen zu lange, um abgeschlossen zu werden, weil die Entwickler beschäftigt sind.

Ein CMS, mit dem Content-Marketer datengesteuerte personalisierte Seiten selbst entwerfen und veröffentlichen können, kann Ihre Fähigkeit, Innovationen im Web voranzutreiben und auf neue Möglichkeiten zu reagieren, somit dramatisch verbessern.

Marianne Bertrand – opentext

Mehr zu erfolgreicher Kundekommunikation mit Personalisierung erfahren Sie in der Aufzeichnung meines Vortrages im Rahmen der 15. Customer Experience Week:

Kundenkommunikation erfolgreich personalisiert